mardi 20 mars 2007

Un blog, une psychanalyse, une thèse


Tous ces projets tout à coup en train de se réaliser parallèlement. Des tentatives de construction de sens.
Sens au passé, sens à l'avenir.

  • Sur le blog, de manière ludique, en associant des images du passé aux paroles du présent.
  • En psychanalyse, par la déconstruction douloureuse.
  • Dans le travail de la thèse, par l'analyse et la réflexion sur les constructions de sens d'autrui, dans cette situation de rupture qu'est l'exil.
Mais ces projets sont concurrents dans la mesure où mon temps est limité, et qu'à cette heure-ci je suis censée m'adonner à point numéro trois, plutôt qu'à point numéro un...

5 commentaires:

blandine a dit…

Sont ils vraiment parallèles ces trois projets? Ne vont ils pas tous dans la même direction?

Mecha a dit…

oui, parallèles, et dans la même direction...avec des inter-connexions (mathématiquement ça ne fait pas beaucoup de sens, car les parallèles ne se touchent jamais), mais on s'en fout, on se comprend...

jacques a dit…

hei as méi en neien Text. Den Thema beschäftegt mech säit Joeren.

GEGEN DIE SINNHUBEREI
(Betrachtungen über das Dasein und seinen Sinn)

„...die ewige Frage: wozu?
Das ist eine Kinderfrage.“
(Gottfried Benn)





Viele gelüstet danach, sich in die Knechtschaft eines vorgegebenen Lebenssinns zu stürzen.
* * *
Wer sich selbst und seinesgleichen zu wichtig nimmt im Sinnzirkus dieser Welt, wird früher oder später mit der Nase gegen eine Mauer der Absurdität stoßen, die er sich selber errichtet hat. Die Lust aufs Absolute schafft das Absurde. Die Welt wird nur absurd für den, der sie in ein festes Sinnsystem einspannt; wer sie hingegen in ihrer vieldeutigen Mannigfaltigkeit gelassen aufnimmt, wird sich oft wundern, zuweilen lächeln, nicht aber an ihrer Sinnlosigkeit verzweifeln.
* * *

Verzicht auf den ganz großen und oft erdrückenden Sinn, die Gottheit, kann allein die Seelenruhe in der Sinnfrage schaffen, muss sich aber mit der eigenen Nichtigkeit bescheiden.

Mancher Gläubige macht sich mit Gott wichtig. Die Gottheit wird derart zum Bürgen für eigene Bedeutung. Die Bedeutung, welche Gläubige ihrer Gottheit zumessen, ergibt sich zum großen Teil aus einer Projektion ihrer sehr hohen Selbsteinschätzung und ihrer noch höheren Ansprüche, die sie sich so noch einmal von außen und von einer höchsten Instanz bestätigen lassen. (Nur vergessen sie, dass auch die Frage nach dem Sinn Gottes nicht auszuklammern ist..)
* * *
Hiobs Freunde ärgern ihn, indem sie aus seinen Leiden einen Sinn herausarbeiten wollen, der dem Leidenden selbst anzulasten ist: eine Schuld. Umkehren lässt sich diese Logik ohne Mühe: so wird jede Plage auf andere und anderes zurückgeführt, was sie verursacht haben soll. Der ganze Schuldzuweisungsdiskurs erweist sich insofern als ein Unterdiskurs der Sinnfrage.

* * *

Weisheit der Wegweiser –
Sie lenken ab vom Weg und bleiben doch selber auf ihm stehen.


Die große Sinnfreiheit des Daseins befreit uns und drängt uns zugleich zum Leben im Augenblick so wie der Tod. Dieser stößt uns mit der Nase auf den Sinn des Augenblicks.

Dass wir das eine mögen und anderes meiden, das eine anstreben und anderes verächtlich liegen lassen, schon darin offenbart sich der Sinn – im Sinne von Richtung, Ausrichtung, den wir unserer Existenz verleihen.

Das Dasein macht keinen Sinn, das überlässt es den Menschen. Eine Lösung dieser Aufgabe unter anderen ist der Glaube.

Sinn entsteht auch im Aufspüren von Zusammenhängen in dieser Welt zwischen ihren Bewohnern und Einzelelementen.

Deutungen von Zusammenhängen schaffen bedeutende Beziehungen in den kleinen Sinneinheiten. Sinn entsteht so in der Kunst und in der Kunst des Lebens.

Da Sinndeutungen in erster Linie befriedigen und beruhigen sollen, ist ihre Richtigkeit, die Treffsicherheit ihres Wirklichkeitsbezugs, von sekundärer Bedeutung; es geht in erster Linie um die Wirksamkeit sichernder Orientierung.

Vorwegnahme möglicher Empfindungen und Gedanken bei der Lebensbilanz: „War das alles? Das hätte doch noch reicher, vielfältiger und beglückender sein können. Es war so eng und einseitig!“
Doch diese negative Bilanzvorwegnahme liegt insofern daneben, als die positiven, aber nicht realisierten Potentialitäten nur erdachte sind, von unserer Selbstzerfleischungslust produziert, um uns unglücklich zu machen. Nur das Verwirklichte und real Gelebte zählt und kann auf seine Glücksqualitäten hin überprüft werden. Die ausgemalten Möglichkeiten sind im eigentlichen Wortsinn Hirngespinste, deren reale Beglückungsmöglichkeiten allein in den Köpfen sich ausspannen.

Der heitere leichte Sinn, der sich freut, dass er den SINN los ist.

Gschaftlhuber – oberdt. wichtigtuerisch-geschäftiger Mensch

Die Frage nach dem Sinn in meinem Leben ist oft cachiert die Frage nach meinem Ethos. Habe ich eine Entscheidung zu treffen, so treffe ich sie nach meinem üblichen Verhaltensmuster. Im Wort Sinn geht es um Oientierung ,um das Wohin. Wenn man ein solches nicht deutlich ausmachen kann, da man äußeren Hinweisen nicht ganz vertraut, richtet man sich nach dem Innern, nach dem, was unser Willen uns aufgibt.

Mecha a dit…

merci jacques pour ton long texte! Je veins de le découvrir à l'instant!

Catherine a dit…

En effet tous tes projets ne font ils par référence à l'exil: l'ex-il, l'exil de soi, l'exil géographique... La reconnaissance aussi de l'étranger en soi et en l'autre...

clin d'oeil d'une future psy en plein travail de recherche aussi sur la question de la population en exil! (cf blog maviesansmoi:catherine)